Hatha Yoga

Mangelnde Entspannungskompetenzen führen dazu, dass Menschen ihren Alltag nicht mehr adäquat meistern können und unnötigerweise schneller an ihre Belastungsgrenzen geraten. Haben sich bestimmte ungünstige Muster erst einmal festgesetzt, ist es fast unmöglich ohne äußere Hilfe neue, förderliche Handlungsstrategien zu erkennen und einzustudieren. Hier kommt der Hatha Yoga ins Spiel, der darauf abzielt genau diese Spannungsmuster aufzudecken und mit effektiven, jahrhundertelang erprobten Techniken Abhilfe zu schaffen. Somit kann auch der Alltag wieder mit mehr Gelassenheit angegangen und das eigene Potenzial vollständig entfaltet werden. Die übergeordnete Zielstellung ist der Aufbau von und die Bindung an gesundheitsorientierte Aktivität.
10 x 90
Min.
120,00 €
12,00 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
Jede Einheit ist so aufgebaut, dass es eine kurze Begrüßung, eine Einstimmungsphase, einen Hauptteil, einen Ausklang und eine kurze Verabschiedung geben wird. Jeder Teil für sich besitzt dabei eine wichtige Funktion. Die Begrüßung ist dazu da um den Teilnehmenden Zeit zu geben, anzukommen und Fragen zu stellen, die sich ergeben haben. In der Einstimmungsphase findet die die Vermittlung von Wissen statt, welches zum Einen dazu beiträgt die folgenden Übungen besser zu verstehen und zum Anderen die Kenntnisse über Zusammenhänge zwischen Gedanken und Handlungen zu verstehen. Im Hauptteil widmen wir uns dynamischen und statischen Übungen mit dem Oberziel der Verbesserung der Körperwahrnehmung. Der Ausklang beinhaltet eine Entspannungstechnik, die dazu beitragen kann, dass sich nach und nach eine tiefe Entspannung einstellt. Zum Schluss folgt eine Verabschiedungsrunde und die Instruktion für eine Übung für zu Haus. Der Kurs bedient sich verschiedener klassischer Elemente des Hatha Yoga. Dazu gehören zum Beispiel die Vyayamas, Asanas, meditative Techniken und auch yogaphilosophische Erläuterungen. Vyayamas sind dynamische Übungen und bereiten den Körper auf die Asanapraxis vor. Dazu zählen auch die Pawanmuktasanas (eine spezielle Gruppe der Vyayamas), Übungen für sämtliche Gelenke des Körpers, die dazu führen können, dass sich Blockaden im Körper lösen und so Muskelverspannungen verschwinden. Asanas sind Positionen die etwas länger gehalten werden, wobei hauptsächlich aus dem Stand eingenommene Asanas sowie Balanceübungen praktiziert werden. Damit wird der Körper stabilisiert und eine Verbesserung der Haltung angestrebt, was sich wiederum positiv auf die Psyche auswirkt. Meditative Techniken tragen dazu bei, zu verstehen, was Passivität (gelöster, stiller Körper der ganz präsent ist) bedeutet und reicht viel weiter als herkömmliche „Entspannung“. Die yogaphilosophischen Erläuterungen bringen einen neuen Blickwinkel auf das bisherige Alltagsverhalten und geben Impulse um die eigene Komfortzone zu erweitern.
Der Hatha Yoga bietet viele verschiedene Methoden und Ansätze und ist sowohl tiefgreifend als auch weitreichend. Die verschiedenen Übungsansätze sind leicht verständlich und sehr effektiv. Der Kurs umfasst drei Ebenen. Zum Ersten finden verhaltensorientierte Inputs mit Erläuterung der psychophysischen Wirkzusammenhänge von Stress und Entspannung statt, zum Zweiten erfolgt das Einüben des Hatha Yoga Verfahrens und zum Dritten gibt es Anleitungen für Übungen außerhalb der Kurseinheiten, um einen Transfer in den Alltag zu gewährleisten. Der Fokus wird auf einige wenige Übungen gelegt, diese werden dafür aber sehr präzise eingeübt, sodass die Teilnehmenden, sobald sie mit den Übungen vertraut sind, auch tiefgehende Effekte der Übung erkunden können (Wirkung der Übung auf anatomischer, physiologischer und mentaler Ebene). Die Übende soll befähigt werden während der Übung den Körper achtsam wahrzunehmen um Spannungsmuster zu erkennen. Wichtige Grundlage dafür ist das Wiederholen des immer gleichen Prinzips, sodass ein tiefes Verständnis für Bewegungsabläufe und die Verbindung von Geist und Körper entsteht. Methodische Maßnahmen • Partnerinnenübungen • Gesprächsrunden als Gruppe • Übungen anhand der stimmlichen Anleitung ausführen (den Blick nach innen richten und mit geschlossenen Augen praktizieren) • Übungen werden vorgezeigt und dann nachgemacht • kurze Vorträge (Wissensvermittlung) • ganz präzises Anleiten mit Worten • taktile und verbale Einrichtungsunterstützung (Vorbeugen von Verletzungen) Methodische Prinzipien • im Rahmen der eigenen Möglichkeiten üben (eigene Grenzen erkennen und beachten) • die Übungen in aller Ruhe ausführen (geduldig) • Schritt für Schritt (langsam beginnen und nach und nach steigern) • Wiederholungen (Prozesse immer wieder durchgehen)
Ziele Hatha Yoga als Entspannungsverfahren zielt darauf ab, physischen und psychischen Spannungszuständen vorzubeugen bzw. diese zu reduzieren. Es setzt damit im Wesentlichen auf der Ebene des palliativ-regenerativen Stressmanagements an. Die zu erlernende Entspannungsreaktion stellt den Gegenpol zu den unter Stress auftretenden körperlichen Reaktionen dar. Im Verlaufe eines Entspannungstrainings wird durch regelmäßiges Üben die selbstständige Auslösung der Entspannungsreaktion gebahnt und für den alltäglichen Einsatz stabilisiert. Ziel ist auch die Vermittlung von Methoden der kognitiven Umstrukturierung mit dem Ergebnis der Einstellungsänderung und positiven Selbstinstruktion. -Vorbeugung psychischer und physischer Spannungszustände -Reduzierung bereits vorhandener Spannungszustände -Erarbeitung eines systematisch aufgebauten regenerativen Stress- und Ressourcenmanagement -Erlernen neuer konstruktiver Verhaltensmuster in Bezug auf Stress und Entspannungsmanagement -Abbau negativer Verhaltensmuster -Etablierung von gesundheitsbewussten Bewegungsabläufen, die in den Alltag übernommen werden können -Verbesserung von Körperstatik und Haltung -Abbau von körperlichen Dysbalancen -Schulung von Achtsamkeit Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit -bewusste Atemwahrnehmung -Stabilisierung der gesamten Muskulatur des Körpers sowie Verbesserung der Haltung -Schulung der Tiefensensibilität -Verbesserung der Kraftausdauerfähigkeit der Muskulatur (Rumpf und Extremitäten) -Schulung der koordinativen Fähigkeiten wie Gleichgewichtsfähigkeit, -Orientierungsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit, Rhythmusfähigkeit und Umstellungsfähigkeit -Förderung der Beweglichkeit und Dehnfähigkeit
Das Angebot richtet sich an Menschen mit Stressbelastung, die lernen wollen, damit sicherer und gesundheitsbewusster umzugehen, um dadurch potenziell behandlungsbedürftige Stressfolgen zu vermeiden. Der Kurs richtet sich des Weiteren an Personen, die ein Verfahren zur gezielten Dämpfung der akuten Stressreaktion erlernen und über dessen regelmäßige Anwendung zu vegetativ wirksamer Erholung und Regeneration finden möchten. Außerdem soll die Maßnahme die Teilnehmenden über die Laufzeit der Maßnahme hinaus zur regelmäßigen Ausübung positiver gesundheitsbezogener Verhaltensweisen anregen und befähigen. Die Stärkung gesundheitsfördernder Faktoren (=Ressourcen) steht im Vordergrund. Kontraindikation: nicht geeignet für Personen mit schweren behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen.