Pilates ist eine erweiterte Übungsmethode des Gründers Joseph Hubertus Pilates,
dass auf dem Gleichgewicht von Körper und Geist basiert und darauf abzielt, jeden Muskel im Körper zu stimulieren.
Das Ziel von Pilates ist es, die tiefer liegende, stabilisierende, jedoch meist schwache Muskulatur zu aktivieren und zu kräftigen. Die oberflächliche mobilisierende, in vielen Fällen verkürzte oder verspannte Muskulatur soll entlasten und gedehnt werden.
Ein Muskelgleichgewicht stellt sich ein, welches die natürliche Haltung fördert und erhält.
Außerdem wird die Wahrnehmung und Koordination geschult. Die Bewegungen werden fließend ausgeführt und mit der Atmung kombiniert.
Pilates empfiehlt sich unter fachlicher Anleitung bei speziellen Risiken oder Beschwerden im Bereich des Muskelskelettsystems.
10 x 60
Min.
84,00 €
8,40 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
Kennenlernen der physischen Ressourcen Ausdauer, Koordinationsfähigkeit,
Kraft, Dehnfähigkeit.
Vermittlung von Handlungs- und Effektwissen zur gesundheitsförderlichen
Wirkung von Bewegung und Entspannung und zur Durchführung entsprechender Aktivitäten.
Vermittlung von Körpererfahrung und positiven Bewegungserlebnissen in der
Gruppe.
Maßnahmen zur Unterstützung der Umsetzung des Gelernten in das Alltagsleben
nach Kursende.
Dauerhafte Information und Anleitung zu gesundheitsförderlichen
Bewegungsabläufen im Alltag. Vermittlung von Basisübungen.
Lockerungsübungen, Muskeldehnungen und Entspannungstechniken zur
Förderung der physischen Ressourcen.
Unterstützung der Weiterführung gesundheitssportlicher Aktivitäten.
Zu Beginn werden die Grundhaltungen, Rückenlage, Seitlage, Bauchlage und Vierfüßlerstand erlernt. In allen Grundhaltungen wird auf die natürliche Form der Wirbelsäule geachtet. Wichtig dabei ist die Streckung. In allen genannten Positionen wird die Wirbelsäule immer bewusst aus der Hüfte heraus „verlängert / gestreckt“.
Anschließend, wird bewusst die Atmung geschult. Sie fließt gleichmäßig ohne anzuhalten – durch die Nase einatmen und den Mund ausatmen. Pilates verlangt keine Brust- oder Bauchatmung, sondern eine seitlich ausdehnende Brustatmung als optimale, komplette Füllung der Lungenflügel. Der Übende lernt konzentriert und kontrolliert die Übungen durchzuführen. Dabei ist volle Aufmerksamkeit der Körpermitte gewidmet, dem sogenannten Powerhouse – gebildet von dem Beckenboden, dem Korsettmuskel, Zwerchfell und dem vielspaltigen Muskel an der Wirbelsäule. Das Powerhouse als Mittelpunkt der Pilates-Methode bringt Körpersymmetrie. Diese trägt zur Vorbeugung muskulärer Dysbalancen und / oder Rückenbeschwerden bei.
In den letzten Stunden werden alle Übungen in dynamisch, fließender Form geübt und durchgeführt. Ebenfalls der Übergang von einer Übung zur anderen. Vom Stand zum Sitzen, in die Rückenlage, von dieser in die Seitenlage und in die Bauchlage.
Pilates ist ein wichtiges Training zur Prävention der Haltungs- und Beweglichkeitsschulung.
Grundsätzlich werden die Kursinhalte in Form einer verhaltensorientierten Gruppenberatung vermittelt. Ein zentraler methodischer Aspekt ist die Verbindung von praktischer Erfahrung und Kenntnisvermittlung. Die Zielgruppe wird in diesem Zusammenhang über Folgewirkungen des Risikofaktors Bewegungsmangel informiert und auch auf die Notwendigkeit einer regelmäßigen körperlichen Aktivität hingewiesen. Vor allem die zielgruppenangemessenen Belastungsvorgaben sowie das Eingehen auf die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe sollen dazu beitragen, die Barrieren zur Aufnahme und Beibehaltung der regelmäßigen gesundheitssportlichen Aktivität zu überwinden.
Der Einsatz von Geräten und Materialien sowie die Gruppenaufgaben sollen die körperliche Beanspruchung mit dem positiven emotionalen Erleben verbinden.
Entwicklung eines Bewusstseins für eine Minimalbeanspruchung der körperlich-
sportlichen Aktivität und dadurch Stärkung der physischen Gesundheitsressourcen, vor allem der Faktoren Koordination, Kraft, Dehnfähigkeit, Entspannungsfähigkeit und Ausdauer.
Verbesserung der ADL (Activities of daily living), z.B. Ökonomosierung der
Kraftentwicklung beim Aufheben und Tragen von Gegenständen.
Verminderung möglicher Folgeerkrankungen durch den Risikofaktor
Bewegungsmangel insbesondere der Rumpfmuskulatur.
Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen, insbesondere Handlungs- und
Effektwissen sowie Selbstwirksamkeit durch Vermittlung der technischen Hintergründe der Bewegung sowie die Befähigung zur eigenständigen Durchführung.
Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivität durch eine zielgerichtete,
regelmäßige Bewegung mit moderater Intensität sowie die Anleitung zur
selbständigen Durchführung der Übungen.
Schulung der Körperwahrnehmung
Als primärpräventive Maßnahme richtet sich das Angebot an gesunde Erwachsene, Einsteiger und Wiedereinsteiger mit speziellen Risiken im Muskel-Skelettsystem (z.B. überwiegend sitzender Tätigkeit), ohne behandlungsbedürftiger Erkrankungen.