Hatha Yoga für Kinder

Hatha Yoga für Kinder gewinnt in Europa immer mehr an Zuwachs und gehört in vielen Yogastudios zum festen Programm. Was zunächst nur Erwachsenen vorbehalten war, begeistert immer mehr Kinder und Eltern. In bunten und fantasievollen Stunden werden Kinder zur vielfältigen Bewegung motiviert und können ihren eigenen Körper ausprobieren. Im Herkunftsland Indien üben Kinder im Kreis der Familie mit und erlenen die Yogapraxis von klein auf. Im Hatha Yoga für Kinder steht das Ausprobieren, Kennenlernen und das Nachahmen im Vordergrund. Yogaposen werden spielerisch in Geschichten eingebaut und orientieren sich am Lebensumfeld der Kinder. Wirkungen und Ausrichtungen sind zweitrangig, da es sonst schnell langweilig werden kann und die natürliche Neugierde der Kinder verloren geht. Durch alltägliche Belastungen, die Kinder bereits durch mangelnde Bewegung und fehlende Bewegungsalternativen haben, bietet Yoga einen weiteren Erlebnisbereich, welcher sich positiv auf die Entwicklung auswirkt.
9 x 60
Min.
130,00 €
14,44 €
pro Einheit
6 bis 12
Jahre
Nein
Zu den palliativen Strategien gehört das Wissen um die Bedeutung von Entspannung, Ruhe, Erholung und Abwechslung als Belastungsausgleich. Die Fähigkeit, sich körperlich zu entspannen und gedanklich abzuschalten, bietet die Möglichkeit, Stress palliativ zu bewältigen. Daher sollen die Kinder im Rahmen des Trainings verschiedene Entspannungstechniken kennenlernen und einüben. Wie Petermann und Petermann (1993) feststellen, ist die Durchführung von Entspannungstechniken bei Kindern allerdings nicht unproblematisch. Insbesondere Kindern mit Sprachproblemen, mit wenig Fantasie, mit motorischer Unruhe oder Konzentrationsschwierigkeiten fällt es schwer, sich auf Entspannungsübungen einzulassen. Es kann vorkommen, dass die Stundenabschnitte zur Entspannung manche Kinder langweilt oder überfordert und so eine Durchführung in den Trainingssitzungen unmöglich wird. Um allzu lange Phasen der Konzentration zu vermeiden, werden die Stunden durch Asana, Pranayama und Bewegungsspiele aufgelockert. Bei der Einführung dieser körperlichen Übungen sollte der Zusammenhang mit dem Trainingskontext deutlich werden („Was wir gerade gemacht haben, war ja ganz schön anstrengend. Deshalb machen wir jetzt ein Spiel, um neue Kraft zu schöpfen“). Im Hatha Yoga lenken wir die Aufmerksamkeit auf die Körperempfindungen. Die einzelnen Teilbereiche des Hatha Yogas werden kindgerecht eingeführt und die Entspannungstechniken in Ge-schichten integriert. Dies spricht die reichhaltige kindliche Fantasie an.
Handlungswissen: Die Inhalte werden vom Kursleiter kindgerecht aufgearbeitet. Die Informationen werden gezielt mit praktischen Beispielen oder Übungen verbunden, damit sie mit Handlungserfahrungen gekoppelt werden können. Dabei wird die Aufmerksamkeit der Kinder durch verbale Hinweise des Kursleiters, methodische Übungsfolgen, Kontrastwahrnehmung gezielt gesteuert. Die Kinder nehmen die Informationen bewusster wahr (ggf. mit sofortigem Feedback) und können sie leichter in ihren Alltag integrieren. Effektwissen: Wie wirken sich die ausgewählten Aktivitäten aus, besonders hinsichtlich der bi-opsychosozialen Ressourcen und der Verminderung von Risikofaktoren? Wird zuerst Handlungs-wissen vermittelt, können die gewonnenen Erfahrungen mit den folgenden effektbezogenen Informationen verbunden werden. Darüber hinaus wird gewährleistet, dass durch eine ausführliche Theorievermittlung die Praxis nicht vernachlässigt wird. Vor der Vermittlung des Handlungswissens wird ein Überblick über die angestrebten Ziele erfolgen. Transfer in den Alltag wird hier als effektives Verhalten verstanden und ergibt sich aus dem Zusammenwirken zwischen Anforderungen und verfügbaren Ressourcen. Kindgerechte Erläuterung der psychophysischen Wirkzusammenhänge von Stress und Entspannung, Einübung verschiedener Entspannungsverfahrens sowie Anleitung für Übungen außerhalb der Trainingssitzungen, um einen Transfer in den Alltag zu gewährleisten. •Systematisches Trainingsprogramm für Kinder auf der Basis verhaltenstherapeutisch orientier-ter Stressbewältigung •Orientierung an den individuellen Stressproblemen der Kinder •Einbeziehung des sozialen Umfeldes (Eltern) •Anleitung zur Selbstbeobachtung in belastenden Situationen •Praktische Einübung von Entspannungs- und Stressreduktionsmethoden •Umfangreiche Anleitung für den Einsatz der Übungen im Alltag (ausführliche Lernanleitungen für die Eltern)
Entspannungsverfahren wie Hatha Yoga zielen darauf ab, physischen und psychischen Spannungs-zuständen vorzubeugen bzw. diese zu reduzieren. Sie setzen damit im Wesentlichen auf der Ebene des palliativ-regenerativen Stressmanagements an. Die zu erlernende Entspannungsreaktion stellt den Gegenpol zu den unter Stress auftretenden körperlichen Reaktionen dar. Im Kindesalter und später für Heranwachsende ist eine systematisch erlernte und damit abrufbare Entspannung von Körper und Geist nützlich, um eine gesunde Entwicklung in einem stark durch Leistungsorientierung geprägten Alltag zu fördern und um eine ganzheitliche Gesundheit zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Ruhe und Entspannung gezielt oder „zweckfrei“ zu erleben, fördert allgemein die Gesunderhaltung, den Selbstwert und die Lebensfreude. Es unterstützt das Gefühl, das eigene Leben selbstbestimmt und zufrieden gestalten zu können, wirkt Ängsten entgegen und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers. Entspannungstechniken aus dem Hatha Yoga wie z.B. Meditation oder Pranayama helfen deshalb nachgewiesenermaßen, auch Situationen mit hoher Stressbelastung und auftreten-de Probleme besser zu meistern. Stressbelastungen, bei denen Hatha Yoga zum Einsatz kommen bzw. präventiv wirken kann, sind: •Unmittelbar dann, wenn ein als belastend empfundenes Ereignis auftritt (Streit im Elternhaus, in der Gruppe der Gleichaltrigen oder in der Schule; Anstrengungen, die vom Kind als über-fordernd erfahren werden) •Wenn schon im Vorfeld Stressreaktionen durch Gedanken und Empfindungen hervorgerufen werden (z.B. Erwartung einer Überforderung, die dem eigentlichen Ereignis vorausgeht, wie etwa einer Klassenarbeit o.ä. nicht gewachsen zu sein) •Nachdem ein belastendes Ereignis erlebt wurde (Unglücke, Trennungen, vom Kind als Verletzung erlebte Begebenheiten).
Kinder zwischen 6 und 12 Jahren mit (nicht existenzieller und behandlungsbedürftiger) Stressbe-lastung, die lernen möchten, damit sicherer und gesundheitsbewusster umzugehen. Auswahlkrite-rium für die Teilnahme ist in erster Linie die Anmeldung der Kinder durch ihre Eltern. Die Beteiligung der Kinder an den Sitzungen und an einzelnen Übungen und Spielen ist freiwillig. Dem Training geht eine Elterninformationsveranstaltung voraus und die Eltern werden in der ers-ten sowie letzten Sitzung die Kinder begleiten.