ausdauerorientiertes Aquajogging

Aquajogging ist ein Herz-Kreislauf-Training, welches den ganzen Körper trainiert und im mindestens hüfthohem oder Tiefwasser mit Aquagürteln durchgeführt wird. Durch Aquajogging wird hauptsächlich die Ausdauer gesteigert. Um den Trainingseffekt im Bereich der Kräftigung zu erhöhen, kann zusätzlich mit Geräten wie Schwimmnudeln, Discs, Hanteln oder Füßlingen gearbeitet werden. Der Wasserauftrieb und der Wasserwiderstand fördern die Gelenkentlastung, Muskelkraft und verbessern die Ausdauer.
8 x 60
Min.
67,20 €
8,40 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
1 . Kennenlernen der physischen Ressourcen Ausdauer, Koordinationsfähigkeit, Kraft und Dehnfähigkeit (u.a. unter Einsatz von Pool Noodle, Kleinhanteln etc.). 2 . Hinweise zur Belastungsdosierung und Belastungsanpassung, d.h. Aufbau von Handlungs- und Effektbasiswissen zur gesundheitsförderlichen Wirkung von Bewegung und Entspannung. 3 . Aufklärung d.h. Information der Teilnehmer über ihre gesundheitlichen Einschränkungen und die daraus resultierenden Folgen; Information über die Möglichkeiten durch gezieltes Training in der Gruppe, aber auch zu Hause, die eigenen Beschwerden/Einschränkungen positiv zu beeinflussen. 4 . Hinweise zur korrekten Ausführung von Aufgabenstellungen und Übungen speziell bei der Technikvermittlung in diesem Fall Übertragung der Übungen im Wasser „aufs Land“. 5 . Lockerungsübungen und Muskeldehnungen zur Förderung der physischen Ressourcen. 6 . Gezieltes Training zur Verbesserung der Grundlagenausdauer. Vermittlung der Bedeutung des gesundheitsorientierten Trainings im Wasser (Bedeutung der Herzfrequenz). 7 . Schulung der Körperwahrnehmung und Vermittlung von Körpererfahrung und positiven Bewegungserlebnissen durch unterschiedliche Aufgabenstellungen und Unterrichtsinhalte. 8 . Maßnahmen zur Unterstützung der Umsetzung des Gelernten in das Alltagsleben.
Die Inhalte werden in Form einer verhaltensorientierten Gruppenberatung vermittelt. Vor dem gezielten Ausdauertraining steht das praktische Training zum Kennenlernen und Einüben des neuen Bewegungsverhaltens. Ein zentraler methodischer Aspekt ist die Verbindung von praktischer Erfahrung und Kenntnisvermittlung. Die Zielgruppe wird in diesem Zusammenhang über Folgewirkungen des Risikofaktors Bewegungsmangel informiert und auch auf die Notwendigkeit einer regelmäßigen körperlichen Aktivität hingewiesen. Vor allem die zielgruppenangemessenen Belastungsvorgaben sowie das Eingehen auf die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe sollen dazu beitragen, die Barrieren zur Aufnahme und Beibehaltung der regelmäßigen gesundheitssportlichen Aktivität zu überwinden. Der Einsatz von Geräten und Materialien sowie die Gruppenaufgaben sollen die körperliche Beanspruchung mit dem positiven emotionalen Erleben verbinden.
1. Verbesserung der physischen Gesundheitsressourcen (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Dehn-, Koordinations- und Entspannungsfähigkeit) im Wasser gefördert durch den Widerstand und unter Einsatz von Kleingeräten (wie Poolnudeln, Auftriebshilfen). 2. Verbesserung der ADL (Activities Of Daily Living), z.B. Ökonomisierung der Herz-Kreislauf-Tätigkeit: der Wasserdruck verbessert die Durchblutung (Massageänhliche Wirkung) und fördert den venösen Rückfluss des Blutes zum Herzen. Durch den hydrostatischen Druck wird das Blut zur Körpermitte verschoben und hat eine Ökonomisierung der Herzarbeit zur Folge. Das Herz schlägt kraftvoller und zugleich langsamer. 3. Verminderung möglicher Folgeerkrankungen durch den Risikofaktor Bewegungsmangel insbesondere von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (siehe Punkt 2) sowie Muskel-Skelett-Erkrankungen. Durch den Wasserauftrieb wird das Körpergewicht bis auf ein Zehntel (gegenüber dem Gewicht an Land) verringert. Es können somit verschiedene gelenk- und wirbelsäulenschonende Übungen durchgeführt werden. Optimal geeignet für Teilnehmer, die an Land ihre physischen Ressourcen nur unter erschwerten Bedingungen aufgrund von Gelenkproblemen trainieren können. 4. Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen insbesondere Handlungs- und Effektwissen sowie Selbstwirksamkeit durch Vermittlung der technischen Hintergründe der Bewegung sowie die Befähigung zur eigenständigen Durchführung. 5. Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivität durch eine zielgerichtete, regelmäßige Bewegung mit moderater Intensität sowie die Anleitung zum selbständigen Sporttreiben. Förderung von Motivation. 6. Verbesserung der Bewegungsverhältnisse durch das Heranführen an gesundheitssportlich aktive Partner und das Kennenlernen von Gruppendynamik. Verleiht ein positives, gemeinschaftliches Erleben. 7. Wissensvermittlung der Hintergründe des Bewegungsmangels an die Teilnehmer. 8. Erhöhung der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit insbesondere der Ausdauerleistungsfähigkeit und dadurch Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Alltags- und beruflichen Belastungssituationen (Stressabbau).
Als primärpräventive Maßnahme richtet sich das Angebot an gesunde Versicherte mit Bewegungsmangel, Bewegungseinsteiger und –wiedereinsteiger, jeweils ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen und ohne Alterseinschränkung (ab 18 Jahren aufwärts).