Dieses Titelbild ist mit KI generiert. Es zeigt nicht die tatsächliche Kursleitung oder den tatsächlichen Kursort.

Sturzprophylaxe im Alter

Das Kernziel des Kurses Sturzprophylaxe ist die Vorbeugung und Reduzierung von gesundheitlichen Risiken welche durch Bewegung, Spaß und gezielten Übungen in der Gruppe vermittelt werden soll. Gleichzeitig soll mit entsprechendem Handlungs- und Effektwissen zu einem regelmäßigen Bewegungstraining angeregt werden. Bewegung muss sein, um das individuelle Sturzrisiko niedrig zu halten und um diesen fatalen Sturzfolgen vorzubeugen. Hierbei soll sich das Verhalten nachhaltig ändern. Des Weiteren soll es zu einer Stabilisierung und Stärkung dieser Änderung kommen, so dass eine mögliche Hilfe zu Selbsthilfe geschult wird. Der Kurs beinhaltet grundlegende Informationen zu den Themen Muskulatur und Bewegung, Aufbau und Veränderung des Körpers im Alter, Gleichgewicht, Kognition & dessen Einfluss auf das Sturzrisiko sowie deren Trainierbarkeit.
10 x 75
Min.
115,00 €
11,50 €
pro Einheit
Ab 70
Jahre
Ja
Die Inhalte sollen in einer didaktischen und methodischen Reihe vermittelt werden. Hierbei wird eine steigernde Trainingsform vom Leichten zum Schweren angewendet. Die Bereiche Kraft, Ausdauer, alle Koordinativen Fähigkeiten und Dehnungsfähigkeit werden langsam gesteigert um eine individuelle Anpassung zu gewährleisten. Diese Bereiche zählen unteranderem zu unseren physischen Ressourcen, welche gestärkt werden soll. Mittels zielgerichteten Hinweisen zur Belastungsdosierung, Belastungsanpassung sowie zur korrekten Ausführung von Aufgabenstellungen und Übungen können die eigenen Ressourcen ausgebaut werden. Zudem soll eine anregende Atmosphäre geschaffen werden, indem zum Beispiel Musik eingesetzt und ein positiver sozialer Kontext geschaffen wird. Der Übungsleiter wird angehalten ein motivierendes Verhalten an den Tag zu legen. Darüber hinaus soll in einigen Kursstunden die Entspannungsfähigkeit über verschiedene Methoden gefördert sowie der positive Effekt von Bewegung genutzt werden um Stress abzubauen. Um einen langfristigen Nutzen für die Gesundheit zu erlangen ist nicht nur wichtig in Bewegung zu kommen, sondern auch das Erlernen von Handlungs- und Effektwissen. Die Teilnehmer sollen hierbei erlernen und verstehen, was sie machen können (Handlungswissen) und welche Effekte sich daraus ableiten lassen. Hierbei steht natürlich die gesundheitliche Wirkung im Vordergrund der Wissensvermittlung. Damit das Gelernte nicht so schnell vergessen wird, muss es wiederholt und gefestigt werden. Dies geschieht einerseits über Wiederholungen, Stundenreflexionen und durch zielführende Hausaufgaben, welche durch Handzetteln den Teilnehmern vermittelt werden. Ein weiteres Ziel dieser Wissensvermittlung ist die Stärkung Kompetenzerwartung bzw. der Selbstkompetenz und damit die Hilfe zur Selbsthilfe. Selbstkompetenz bedeutet, dass jemand die Überzeugung besitzt, dass seine/ihre eigenen Fähigkeiten ausreichen, um eine Handlung zielgerichtet und erfolgreich durchführen zu können. Des Weiteren sollen kontinuierliche Informationen und Anregungen bzw. Anleitungen zu gesundheitsförderlichen Bewegungsabläufen im Alltag gegeben werden um vermehrt regelmäßige Bewegungen in den Alltag zu integrieren. Hierzu gehört das Bewusstmachen und lernen einer optimalen Körperhaltung in vielen verschiedenen Positionen in Theorie und Praxis. Ein weiterer Punkt ist die Dehnung und Kräftigung der Bauch und Rückenmuskulatur sowie die Mobilisation aller Gelenke des Körpers. Um auch in die Tiefenmuskulatur zu gelangen, werden auch Elemente aus dem Sensomotorischen Training mit eingebaut sowie Übungen zur Balance und zur Körperwahrnehmung. Im Folgenden werden alle 10 Kursstunden skizziert um einen Überblick über sie Inhalte. Ziele und methodische Vorgehen zu geben. Ablauf der 10 Stunden: Alle Stunden beinhalten zu Beginn eine Begrüßung der Teilnehmer. Ab der 2. Einheit gibt der Übungsleiter zudem einen kurzen Rückblick zur vergangenen Stunde um die Teilnehmer wieder thematisch einzufangen und erläutert was in der kommenden Stunde ansteht. Am Ende jeder Stunde gibt der Trainer eine kurze Zusammenfassung, erfragt ein Feedback, verteilt die Hausaufgaben und gibt die vorhanden Teilnehmerunterlagen aus bevor er sich von der Gruppe verabschiedet. 1. In der ersten Kursstunde dominiert zu Beginn die Besprechung aller organisatorisch wichtigen Dinge, damit alle Teilnehmer über die Rahmenbedingungen nochmals Bescheid wissen. Danach geht es über in ein freudbetontes Kennenlernspiel um eine positive Atmosphäre zu erzeugen. Anschließend wird das Augenmerk auf die Schulung des Gleichgewichtes gelegt. Zur Messung der jetzigen Leistungsfähigkeit und Einschätzung des Sturzrisikos erfolgt mehrere Eingangstests. Während eines Ergometrietrainings zum Abschluss der Stunde werden den Teilnehmern Aufbau und Veränderung des Körpers im Alter erläutert. 2. In der 2. Kurseinheit wird zur Erwärmung ein kleines Gedächtnisspiel eingebaut und aktiv die Haltung im aufrechten Stand geschult, sowie gezielt Übungen für die Bereiche Fuß- und Hüftgelenk trainiert. Nach einer gezielten Gangschule runden Kräftigungsübungen im Stand und an der Wand die Stunde ab. Abschluss der Stunde bildet wieder das Ergometertraining und die parallele Wissensvermittlung zum Thema Gleichgewicht, dessen Einfluss auf das Sturzrisiko und dessen Trainierbarkeit. 3. Der Zusammenhang von Kognition und Sturzrisiko wird in der 3. Stunde in der Theorieeinheit erläutert. Hierbei soll aufgezeigt werden, wie minder geförderte und trainierte Kognition das Sturzrisiko massiv beeinflussen kann. Im Teil der Erwärmung findet ein sogenanntes „Brainwalking“ statt, welches Fingerübungen gekoppelt auf einem Hindernisparcours beinhaltet. Im Hauptteil werden zunächst spielerisch, dann mit gesteigerten Kraftanteil Übungen vollzogen, um sich wieder schrittweise dem Bodenkontakt zu nähern. 4. In der 4. Kurseinheit wird das Handlungswissen für Transferbewegung in den Mittelpunkt gerückt. Hierbei werden motorische Strategien erarbeiten um aufzustehen, sowohl aus dem Sitzen als auch aus der liegenden Position. Im Hauptteil werden einzelne Schrittmuster erlernt und die Kraftfähigkeiten des Rumpfes und der Beine weiter ausgebaut. Der Ausklang bildet die Wissensvermittlung & Erfahrungsaustausch über Transferbewegungen im Alltag. 5. Die Erörterung der extrinsischen Risikofaktoren und deren Einfluss auf das Sturzrisiko werden in der 5. Kurseinheit thematisiert. Zudem werden Möglichkeiten angesprochen, wie man diese vermeiden kann. Nach einem Memoryspiel im Erwärmungsteil werden im Hauptteil Übungen im Liegen und zur Kräftigung der Stützmuskulatur erlernt. Als Hausaufgabe sollen die Teilnehmer den Handzettel zu Gefahrenquellen in der eigenen Wohnung und Umgebung ausgefüllt werden. 6. Welche intrinsischen Risikofaktoren das Sturzrisiko beeinflussen soll in der 6. Kurseinheit beantwortet werden. Nach einer Auswertung der Hausaufgabe der vorangegangenen Stunde wird erläutert welche Emotionen wir in Bezug auf Stürze aufbauen und welche Handlungskonsequenzen sich daraus ergeben. Nach der Erwärmung wird mittels Treppentraining weiter Bewegungskompetenzen in einfachen Alltagssituationen aufgebaut. 7. In der folgenden Stunde sollen die Teilnehmer ihr Handlungswissen im Umgang mit der Angst vor Stürzen aufbauen und einen persönlichen Aktionsplan dafür erstellen. Nach einer Aktivierung werden Übungen auf einem Gleichgewichtsparcours traininert. Den Stundenabschluss bildet wieder das Ergometertraining mit gekoppelter Auswertung des Zusammenhangs von Angst und Sturz. 8. In der achten Einheit soll nun ein Heimtrainingsplan erarbeitet werden, um das Verhalten im Alltag langfristig anpassen zu können und über den Kurs hinaus ein Portfolio an Kräftigungs- und Gleichgewichtsübungen zu haben. Schwerpunkt des heutigen Hauptteils sind spezielle Bewegungs- und Gymnastikübungen zur Fallvorbereitung. 9. Die vorletzte Stunde dient dazu aufkommende Frage noch einmal zu klären und wichtige bzw. bestimmte Inhalte zu wiederholen um diese zu festigen. Zur Aktivierung und Koordinationsverbesserung wird ein sogenannter „Seniorentanz“ zunächst im Sitzen und anschließend im Stand in Kreis- bzw. Linienformation durchgeführt. Anschließend werden die Messungen aus Kursstunde eins wiederholt um die aktuelle Entwicklung der Leistungsfähigkeit in Bezug auf Gleichgewicht, Schrittlänge und Co zu ermitteln. Im Schlussteil der Stunde werden Bewältigungsstrategien in Notfallsituationen gemeinsam erarbeitet. 10. In der letzte Stunde bilden Abschluss, Zusammenfassung & Wiederholung vom erlernten den Kern. Es wird zusammengetragen, was für einen positiven Lebensstil und Sturzprophylaxe wichtig ist. Nach der tänzerischen Erwärmung bilden Übungen aus Kräftigung und Koordination, welche sich auf den gesamten Körper beziehen, den Hauptteil. Abschließend wird ein Feedback erfragt, offene Frage geklärt und die weiterführenden Möglichkeiten besprochen. Die detaillierte Aufteilung der Stundenteile befindet sich im Anhang.
Innerhalb der Maßnahme, welche kontinuierlich 10 Kurseinheiten zur gleichen Zeit beinhaltet, wird eine sanfte Trainingsform gewählt im mittleren Trainingsbereich, wobei sich vom Leichten zum Schweren gesteigert wird. Aber nicht nur diese Trainingsgrundsätze finden sich im Kurs wieder, sondern auch die Hilfe zur Selbsthilfe, Individualität, kleine Lernschritte und andere Prinzipien der Trainingslehre. In den Bereichen Ausdauer und Kraft wird eine Kräftigung und Steigerung gefördert durch abwechslungsreiche koordinative Bewegungsformen. Des Weiteren wird die Entspannungsfähigkeit erarbeitet. Die Teilnehmer werden geschult, über die individuellen Körperreaktionen bei Belastung, insbesondere über die Atmung, um ein Überlastung bei den Kräftigungsübungen zu verhindern. Die Verbesserung der physischen Ressourcen Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit erfolgt stets mit Hinweisen zur Belastungsdosierung, Belastungsanpassung, zur korrekten Ausführung von Aufgabenstellungen und Übungen. Zur motivierenden Durchführung der Module trägt z. B. der Einsatz von Musik, die Herstellung positiver sozialer Kontexte und das kompetente Kursleiterverhalten bei. Integriert in das physische Training wird stets die Wissensvermittlung über Elemente der Anatomie, des Blutdruck/Herz-Kreislauf-System sowie bereit erwähntes Handlungs-und Effektwissen. Darüber hinaus sollen spezielle Hausaufgaben und Handzettel, das im Kurs Gelernte, festigen. Kontinuierlich werden Informationen zu gesundheitsförderlichen Bewegungsabläufen im Alltag gestreut. Der Teilnehmer kann so vermehrt regelmäßiger Bewegung (wie z.B. Treppensteigen, Radfahren usw.) in seinen Alltag integrieren. Dies trägt zu einer verbesserten Selbstwirksamkeit bei und stärkt die eigenen Kompetenzerwartungen. Der Einsatz von verschiedenen Medien z.B. Schaubilder, Poster oder Kopien, soll sich positiv auf die Wissensvermittlung und Umsetzung ausüben. Methoden zur Umsetzung der Ziele und Inhalte Um die Ziele und Inhalte zu vermitteln bedient sich der Kursleiter verschieden Methoden. Zum einen werden verhaltensorientierte Gruppengespräche mit praktischen Tipps, Training und Übungen geführt, um neue Sachverhalte und Übungen kennenzulernen und das neue Bewegungsverhalten ein zu üben. Hierbei ist es von enormer Bedeutung das theoretisch vermittelte Wissen mit praktischer Erfahrung zu verknüpfen, da dies nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Zudem soll während des Kurses die körperliche Beanspruchung mit positivem emotionalen Erleben in Verbindung gebracht werden. Dies kann unteranderem durch den Einsatz unterschiedlicher Geräte und Materialen, durch Gruppenaufgaben, durch den Einsatz von Musik und durch Spaß an Bewegung umgesetzt werden. Der Einsatz von unterschiedlichen Trainingsmethoden wie zum Beispiel der Ausdauermethode, der Intervallmethode oder des Satztrainings bringt Abwechslung in die Gruppe und setzt entsprechende Trainingsreize. Zudem kann eine kontinuierliche Steigerung der Intensität und der Schwierigkeiten innerhalb einer Stunde und den aufeinander aufbauenden Stunden die sportliche Leistungsfähigkeit fördern. Der Kursleiter ist stets bemüht Übungen korrekt vorzumachen, um bei der Nachahmung der Kursteilnehmer Fehlerquellen zu vermeiden. Des Weiteren soll der Kursleiter Bewältigungsstrategien aufzeigen. Bewältigungsstrategien können zwei Typen zugeordnet werden, abhängig davon, ob das Ziel darin besteht, das Problem zu lösen (problemzentriert) oder das durch das Problem verursachte Unbehagen zu verringern (emotionszentriert) Der Typ der problemzentrierten Bewältigung beinhaltet alle Strategien des direkten Umgangs mit dem Stressor, sei es durch offenes Handeln oder durch kognitive Aktivitäten die der Problemlösung dienen. Bei all diesen Strategien konzentriert sich eine Person auf das Problem, das zu lösen ist und auf die Bedingungen, die den Stress verursacht haben. Beim Typ der emotionszentrierten Bewältigung verändert eine Person, die Gefühle und Gedanken, die mit der stressreichen Situation zusammenhängen. Um langfristig eine Strategie zu entwickeln ist eine Bindung an eine körperliche Aktivität, um Schmerzen vorzubeugen, unumgänglich. Auch hier muss der Therapeut aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt. Es empfiehlt sich einen Handlungsplan bzw. Verhaltensplan auszuarbeiten und/oder ein Barrieremanagement zu betreiben. Zunächst müssen Barrieren identifiziert werden, welche es dem Teilnehmer bzw. den Teilnehmerinnen nicht erlauben, sein Verhalten zu ändern. Hierbei können Handlungskontroll- und Selbstkontrollstrategien mit vorgestellt sowie ein konkretes Ziel formuliert werden, um eine langfristige Bindung an den Sport zu erreichen. Der Trainer hat immer ein offenes Ohr für die Kursteilnehmer und erfragt in regelmäßigen Feedbackrunden, was den Klienten Gefallen hat und was sie sich vielleicht auch wünschen würden. Mit dieser Methode können die Teilnehmer den größtmöglichen Nutzen aus dem Kurs generieren. Zudem soll der Kursleiter am Ende die Perspektiven nach dem Kurs skizzieren, um eine Erleichterung des Einstiegs in ein Folgeangebot aufzuzeigen.
Das vorliegende Programm Sturzprophylaxe im Alter versteht sich explizit als Gesundheitssportprogramm. Es ist speziell auf die Zielgruppe Senioren mit Bewegungsmangel und Sturzrisiko zugeschnitten. Beim Bewegungsprogramm soll es nicht nur um eine bloße Aktivierung gehen, Vielmehr sind Art, Umfang und Intensität der Bewegung an der Zielgruppe ausgerichtet. Die Maßnahmen werden durch Wissensvermittlung ergänzt und bilden einen konzeptionellen Rahmen, welcher insgesamt als gesundheitsfördernd gilt. Insgesamt lassen sich sechs übergeordnete Kernziele definieren. Welche im folgendem ausführlich beschrieben werden. Zu den Zielen der Maßnahme gehört die Stärkung physischer Gesundheitsressourcen. Zunächst wird das Muskelsystems systematisch aktiviert um die Widerstandsfähigkeit und Gesunderhaltung des Körpers zu verbessern. Die Teilnehmer werden angelernt eigenständig Atmungskonform zu trainieren. Über dies hinaus lernen Sie Körperwahrnehmungs-und Entspannungsmethoden kennen und wie diese im Alltag anzuwenden sind. Über den gesamten Zeitraum des Kurses entwickeln die Teilnehmer Kraft und Koordination, neuromuskuläre Steuerung, Flexibilität-, Dehnungs-, Entspannungs- und Koordinationsfähigkeit. Zur Förderung nachhaltiger Wirkung sollen wechselseitige Ergänzungen und Verstärkungseffekte zwischen diesen Fähigkeitsbereichen genutzt werden. Sturzprophylaxe im Alter ist ein ganzheitliches Gesundheitssportprogramm bei dem die Kraft und Koordination im Zentrum stehen, jedoch werden die anderen Fähigkeiten mit trainiert. Die Belastungsintensität in den Kursstunden sollte sich angemessen zu den Teilnehmern gestalten. Bei Einsteigern bzw. Wiedereinsteigern ist eine sanfte Trainingsform zu wählen. Im Laufe des Kurses erhöht sich der Grad der Intensität, welcher jedoch immer an das Leistungsniveau der Teilnehmer angepasst werden sollte. Ein weiterer Faktor ist die Vorbeugung spezieller gesundheitlicher Risiken, wie Bewegungsmangel, welcher schnell weitere Risikofaktoren mit sich bringen kann, zum Beispiel Bluthochdruck, muskuläre Insuffizienz oder erhöhte Blutzuckerwerte. Die Risikofaktoren können durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme gemindert werden, da sie zur Stärkung der physischen Ressourcen beitragen. Bei der Zielgruppe des vorliegenden Kursprogrammes Sturzprophylaxe im Alter spielt der Risikofaktor Bewegungsmangel und dadurch Abbau der Muskulatur die zentrale Rolle. Aufgrund der Aktivierung der Kursteilnehmer im Kurs an sich und durch die Bewegungsaufgaben im Heimprogramm ergibt sich eine Verminderung des Risikofaktors Sturz. Der Teilnehmer soll langfristig an eine Aktivität herangeführt werden, um eine dauerhafte Vermeidung von Bewegungsmangel und eine Minderung des Sturzrisikos herbeizuführen. Hierbei spielt jedoch auch die Wissensvermittlung und die damit verbundene Handlungskompetenz eine entscheidende Rolle, um jemanden dauerhaft in ein Bewegungsprogramm zu integrieren. Ein weiteres Ziel ist die Stärkung der psychosozialen Gesundheitsressourcen, welche sich in psychische und soziale Faktoren unterteilen. Hierbei soll das Gefühl des Wohlbefindens entstehen und verstärkt sowie Anforderungen verschiedener Art besser bewältigen werden. Diesbezüglich gilt es das Gleichgewicht zwischen Ressourcen und Anforderungen wiederherzustellen. Die psychosozialen Gesundheitsressourcen werden gestärkt durch die Vermittlung von Handlungs-und Effektwissen, um gesundheitssportliche Aktivitäten in den Alltag zu transformieren. Dies führt zur Entwicklung eines Selbst-und Körperkonzeptes und fördert die eigene Körperwahrnehmung. Außerdem werden die Teilnehmer zur Zusammenarbeit sowie dem gemeinsamen Training angehalten und erlernen automatisch die soziale Kompetenz im Umgang miteinander. Zudem soll die Kompetenzerwartung (Selbstwirksamkeit) gestärkt werden, um selbstsicheren Umgang mit den Alltagsbarrieren zu üben und Hindernissen, die dem Sport im Wege stehen könnten, aus dem Weg zu gehen. Es ist im Folgenden die Konkretisierung und Differenzierung von Konsequenzerwartungen wichtig, um realistische und erreichbare Handlungsziele zu formulieren. Die Verbesserung der Stimmung hat gezeigt, dass gerade die Wahl der Bewegungsformen eine positive Bedeutung haben. Die Bewegungen im Wirbelsäulengymnastik sind leicht erlernbar und werden zum Teil mit spielerischen Elementen in der Erwärmung gekoppelt. Insgesamt ist die Gruppentrainingsform ideal um das Wohlbefinden und die Stimmung positiv zu beeinflussen. Um ein entsprechendes Handlungs- und Effektwissen aufzubauen, erhalten die alle Teilnehmer während des Kurses Informationen um auch im Alltag motiviert, individuell und eigenständig trainieren zu können. Schnell werden die Teilnehmer positive Effekte des Bewegungsprogrammes spüren und sich den Transfer in den Alltag durch ein gestärktes Selbstbewusstsein leicht trauen. Das Gruppentraining an sich spiel dabei eine wesentliche Rolle, da hier die Zugangsbarrieren zum Sport niedrig sind und somit langfristig eine Bindung an den Sport bieten. Zum anderen trägt die Gruppendynamik ebenfalls zur Bindung und zur Steigerung des Wohlbefindens bei. Die Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden bildet das vierte Kernziel. Hierbei werden zwei einander ergänzende Ansätze einbezogen, problembezogene bzw. emotionsbezogene Bewältigungskompetenzen. Ersteres soll durch das gemeinsame Erleben der Kurseinheiten psychosomatisch bedingte Missbefindenszustände abbauen bzw. verbessern. Das systematische Training des Muskel-Skelett-Systems beugt körperlichen Beschwerden vor. Die Stärkung der emotionsbezogenen Bewältigungskompetenz zielt auf die Regulation einer stressreichen und belastenden Situation mit einhergehenden Emotionen an. Hierbei kann eine Umwertung in positiver Hinsicht erfolgen. Bei der Zielgruppe des Sturzprophylaxe-Programms sind nur zum Teil bereits Beschwerden vorhanden. Hierbei gilt es bestehende Beschwerden zu lindern und weiteren vorzubeugen. Hauptziel ist hier zunächst die Reduzierung von Ängsten vor Stürzen, sowie die Analyse und somit Verhinderung von Sturzmöglichkeiten. Dies wird auch durch die Förderung von Bewältigungsstrategien nach einem Sturz vermittelt. Die Soziale Bindung, das fünfte Ziel, ist mit einer regelmäßigen Durchführung verbunden, da es das langfristige Dranbleiben sichert. Die Aktivität soll auf diese Weise zu einem gesicherten Element eines Gesundheitsverhaltens bzw. eines gesunden Lebensstils werden. Sie ist damit eine notwendige Voraussetzung für die Stärkung der physischen Ressourcen, eine Prävention für Risikofaktoren sowie die Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden. Eine langfristige Bindung ist mit dem Erleben von positiven Emotionen, dem Aufbau einer stabilen Sinnzuschreibung und starker Kompetenzerwartungen, der Differenzierung sowie Konkretisierung von verhaltensrelevanten Wissen sowie der sozialen Einbindung und Unterstützung untrennbar vernetzt. Hierdurch werden die Barrieren bezüglich gesundheitssportlicher Betätigung gemindert bis eliminiert. Die Verbesserung & Qualität der sozial-strukturellen Ressourcen, bilden das letzte Ziel in dieser Aufzählung. Bewegungsverhältnisse lassen sich vor allem verbessern durch zertifizierte Programme, qualifizierte Leiter, kontinuierliches Qualitätsmanagement, adäquate Räumlichkeiten und Geräte sowie der internen Vernetzung der Angebote im Gesundheitssport. Beim der Sturzprophylaxe im Alter handelt es sich um ein zertifiziertes Kursprogramm, welches sich an den vorgegebenen Richtlinien hält und Standards erfüllt. Die Teilnehmer werden über die Angebote des Vereins informiert, da die Sturzprophylaxe im Alter Teilnehmer auch langfristig in den Verein bzw. in dauerhafte Angebote integriert werden sollten.
Der Kurs richtet sich an ältere Personen, die einen gesundheitsorientierten Sport betreiben möchten, die bisher körperlich wenig aktiv sind, die in der Lage sind, schmerzfrei zügig zu gehen, die nicht unter internistisch auffälligen Herzkreislauferkrankungen leiden, die nicht unter orthopädisch auffälligen Erkrankungen am Bewegungssystem leiden und gruppenfähig sind. Der Kurs ist speziell angelegt für Teilnehmer mit erhöhtem Sturzrisiko.